Ist doch kinderleicht oder doch nicht? – 10 Einrichtungstipps für die Kleinen

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Hej ihr Lieben,

heute widme ich mich einem Thema, das mich schon lange beschäftigt und endlich habe ich Zeit dazu meine Gedanken aufzuschreiben. Letztes Jahr wurde unsere Kita neugestaltet und viele von euch waren hellauf begeistert. In meinen Gesprächen mit anderen ist mir aufgefallen, dass sich viele schwer damit tun, ein Kinderzimmer so einzurichten, dass die Kleinen sich darin wohl fühlen und gerne dort spielen –  auch mal allein! Ich denke, wenn sich die Kinder in ihrem Zimmer wohlfühlen und sie Platz haben, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, dann wirkt sich das automatisch auf die Gesamtsituation zu Hause aus. Man selbst bekommt auch mal eine kleine Auszeit, weil sich das Kind in Ruhe mit sich selbst beschäftigt und ggf. fliegt nicht nach 5 Minuten gleich das gesamte Spielzeug in der Wohnung rum.

  1. Kinder brauchen Platz – damit ist nicht gemeint, dass sie ein riesiges Zimmer brauchen. Aber man sollte versuchen den Raum so einzurichten, dass am besten irgendwo ein freier Bereich bleibt, der die Möglichkeit bietet, Spielsachen aufzubauen, zu Toben, zu Kuscheln etc. Hier ist manchmal der Clou die Möbel geschickt auszuwählen. Bei einem kleinen Raum ist bspw. ein Hochbett eine gute Lösung, denn der darunterliegende Raum lässt sich entweder prima als Stauraum nutzen oder zur Kuschel-/Räuberhöhle verwandeln. Für den Freiraum empfehle ich besonders einen kuscheligen warmen Teppich, der gerne zur zentralen Spielwiese wird, denn wer sitzt schon gerne auf dem kalten Boden.
  2. Reise in die eigene Kindheit – Weniger ist Mehr! Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, hat es mir am meisten Spaß gemacht, wenn ich Dinge zweckentfremdet habe oder versucht habe, selber zu bauen. Ich finde, man muss nicht alles kaufen. Lasst die Kinder kreativ werden und sie werden es euch mit freiem Spielen danken. Stellt den großen Karton, bevor er ins Altpapier kommt, ins Spielzimmer und schon wird daraus mit Wachsmalstiften und anderen Dingen aus dem Haushalt für die nächsten Tage eine tolle Rakete, ein Haus oder ein Schiff. Kommen die Kinder ans Spielen und fehlt ihnen irgendwas, regt sie zum Umfunktionieren an. Man braucht nicht das super Parkhaus, wenn man auch mal das Innenleben eines Schranks so umfunktioniert, dass nach dem Rausziehen der Körbe mit den Spielautos auf einmal ein Parkhaus zum Vorschein kommt. So wie bei dem tollen DIY von Stefanie Luxat von ohhhmmm.de. Platz gespart, Geld gespart!
    Foto: ohhhmhhh.de
    Foto: ohhhmhhh.de

    Echte Nudeln und Reis in der Kinderküche oder dem Kaufmannsladen sind doch einfach viel cooler, als Plastikessen. Eine Kulturtasche mit echter Babywindel, einer leeren Cremedose und einer Wickelunterlage (Weihnachtsgeschenk für meine Tochter) lassen die Kinder sich wie Erwachsene fühlen und das Spiel mit der Puppe, dem „eigenen Baby“ echter werden.

  3. Weniger ist Mehr, die Zweite! Wenn die Zimmer zu voll sind ist auch das Kind überfordert. Meist nach Weihnachten oder dem Kindergeburtstag setze ich mich ins Kinderzimmer und packe die Dinge in eine Kiste, die ich gefühlt seit Monaten nicht mehr in den Kinderhänden gesehen habe. Sie kommen dann erst einmal in den Schrank oder Keller und wenn sie nach einigen Wochen nicht vermisst werden, gebe ich sie entweder ganz weg oder ich lege sie zurück ins Kinderzimmer und nehme dafür ein anderes Spielzeug weg. So rotieren unsere Spielzeuge zwischen Schrank und Kinderzimmer.
    Kinder entwickeln schnell neue Fähigkeiten und mit ihnen verändert sich auch der Umgang mit dem Spielzeug. Was vor Monaten noch uninteressant war, wird zu einem späteren Zeitpunkt zum Lieblingsspielzeug oder mit ganz anderen Augen erkundet.

    Foto: http://www.room-to-bloom.com
  4. Den Spielsachen ein Zuhause geben. Ein Ordnungstipp für Groß und Klein. Haben Spielsachen einen festen Ort, weiß das Kind genau, wo es seine Sachen wiederfindet bzw. wo sie hingehören, wenn es heißt „Aufräumen“ ! Praktisch sind bei Kindern immer Kisten oder Säcke, in die die Dinge einsortiert werden und ordentlich sieht es danach auch aus.
  5. Einen Tisch und andere Möglichkeiten zum Basteln und Kreativ werden. Die Kinder kennen es aus der Kita, gemeinsam am Tisch zu sitzen und genießen die Möbel in ihrer Größe. Kinder brauchen nicht erst wenn sie in die Schule kommen einen Schreibtisch. Es macht definitiv auch schon früher Sinn einen kleinen Tisch mit Stühlen aufzustellen. Sind Malstifte und Papier in Reichweite platziert, kann sich das Kind von sich aus einfach hinsetzen und losmalen. Müsste es statt dessen erst einmal die Eltern bitten, alles aufzubauen, vergeht ihm meist schon im Vorfeld die Lust. Hinterher macht es den Kindern besonders Spaß, ihre Kunstwerke bspw. an einer Leine mit Wäscheklammern aufzuhängen und ihre Kunstwerke betrachten zu können. Dekorativ ist es auch noch. Eine Kreidewand oder die Tür einer Kommode mit Kreidetafellack lackiert bietet ebenfalls viele Spielmöglichkeiten für die Kids.
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  6. Alles auf Augenhöhe! Eine weitere Regel, die es dem Kind ermöglicht selbstständig in seinem Zimmer zu spielen. Sortiert die Sachen nach oben, die uninteressant sind und hängt Regale für Bücher und Spielsachen auf Augenhöhe der Kinder. So umgeht man auch, dass die Kleinen anfangen zu klettern!

    Foto: https://www.instagram.com/bloggaibagis/
  7. Kinder mögen es gemütlich! Schafft neben dem „Hauptlicht“ indirekte Lichtquellen, die bestenfalls von den Kindern selbst bedient werden können. Meine Tochter liebt es meist gegen Abend das helle Licht aus zu machen und bei Lichterketten Bücher zu lesen oder ein Hörspiel zu hören. Im Übrigen ein prima Tipp, um die Kinder vor dem Zubettgehen runterzufahren!
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  8. Rückzugsorte bieten. Auch der wildeste Kerl liegt gerne mal in einer Höhle oder versteckt sich vor seinen Eltern. Schafft Orte, an denen die Kinder sich zurück ziehen können und mal für einen Moment nur für sich sind. Sei es die Höhle unter dem Bett, das Tippi oder Papphaus zum schnellen Auf- und Abbauen (besonders geeignet für kleine Zimmer) oder der Baldachin über dem Bett, den man zuziehen kann. Wir alle kennen es doch – heimlich Schokolade essen oder andere Dinge machen, das muss einfach mal sein. Ich empfehle euch hierzu unbedingt den wundervollen Blogpost „Einfach mal… die Kinder spielen lassen. Ein Plädoyer für mehr Freispiel, Fantasie und Kindheit“ der Lieben Johanna Pinkepank zu lesen.
    Solche Orte sind auch super zum runterkommen und Kuscheln. Hat man keine fest integrierte Kuschelecke kann man sich bspw. eine Klappmatratze anschaffen, die schnell bei Bedarf aufgebaut werden kann. Oder ist das Kind aus dem Babybett rausgewachsen, kann man die kleine Matratze super aufheben und für die nächste Toberunde oder für das gemeinsame Buch angucken hervorholen.

    Foto: https://www.karwei.nl
  9. „Schaukeln ist Magie und Medizin so der Artikel auf welt.de der sich mit der Bedeutung des Schaukelns vom Säuglings- bis ins Seniorenalter beschäftigt. „Das Gleichgewichtsorgan braucht Anregungen. Wiegebewegungen machen Menschen glücklich. Schaukeln kann Schmerzen lindern und bereitet ein Gefühl des Entrücktseins“, heißt es weiter. Ein Haken in der Decke oder eine Klimmzugstange in die Tür geklemmt. Bei Bedarf kann eine Schaukel eingehängt werden und wenn man den Platz braucht, landet die Schaukel eben wieder auf dem Schrank. Ihr werdet sehen, das ist ein super Geschenk. Leuchtende Kinderaugen sind garantiert!
  10. Mitwachsende Kindermöbel oder „normale“ Möbel schonen den Geldbeutel. Es muss nicht immer der Kleiderschrank in rosa aus der Kinderkollektion sein, oder die Wickelkommode, die nach 3 Jahren überflüssig ist. Eine Kommode mit einem Aufsatz, der einfach abmontiert wird, ist doch definitiv eine Lösung für länger. Höhenverstellbarer Schreibtisch, oder umbaufähige Betten ebenfalls. Ich bin ein Freund davon, ganz normale Möbel anzuschaffen und eher mit den Accessoires und den übrigen Dingen, wie der Wandgestaltung, Deko etc. ein echtes Kinderzimmer zu schaffen. Unser Hochbett z.B. lässt sich in ein paar Jahren in zwei getrennte Teilen, weil wir jetzt schon wissen, dass die beiden irgendwann ihr eigenes Zimmer bekommen sollen.
    Möbel aus Massivholz lassen sich entsprechend lackieren oder nach Jahren eben wieder umgestalten. Oder man verwendet modulare Systeme, die bei dem Möbelhersteller lange im Sortiment sind und tauscht einfach mal die weiße Tür durch eine grüne aus. Wie schön ist es, wenn man erwachsen ist und immer noch den alten Kleiderschrank aus seinem Kinderzimmer in seiner Wohnung stehen hat?

Ein Kommentar bei „Ist doch kinderleicht oder doch nicht? – 10 Einrichtungstipps für die Kleinen“

  1. Wunderschön!

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