Ungenutzte Flächen nutzen – Stauraumlösungen bis unter die Decke

Wir kennen es alle. Viel zu viel Kram und keine Ahnung wohin damit. Bei uns ist es das Kinderzimmer, das dringend Stauraum benötigt. Auf meiner Suche nach einem passenden Schrank, kam mir die Idee, die komplette Wand, an der sich auch die Zimmertür befindet mit Schränken so zu verkleiden, dass es den Anschein hat, das Zimmer habe gar keinen Schrank. Hier heißt es also, den Kram einfach mal hinter sich lassen und in einen Raum ohne sichtbaren sperrigen Schrank schauen. Zudem kommt bei uns, dass wir eine Tür zum Bad verschwinden lassen können, die wir dort gar nicht brauchen.

Natürlich wäre jetzt der schönste und bequemste Weg gewesen, eine Firma damit zu beauftragen, die Wand auszumessen und uns maßgeschneidert eine Stauraumwand anzufertigen. Doch die Gründe warum wir uns dagegen entschieden haben sind ganz einfach:

Es wäre uns einfach zu teuer. Es ist eine Mietwohnung und zudem ein Kinderzimmer. Sollten wir hier wieder ausziehen und der neue Mieter möchte die Tür zum Bad nutzen, muss der komplette Schrank abgebaut werden und kann nur schlecht woanders wiederaufgebaut werden.
Die Korpusse lassen sich in jeder anderen Wohnung beliebig einsetzen, man kann sie ergänzen oder eben wieder verkaufen. Sollte doch mal was dran kommen, sind Türen, Böden etc. schnell nachgekauft.

Grobe Planung unseres Platsa Systems. Links ist die Tür, rechts die Heizung. Darüber kommen gefertigte Regale, damit die volle Raumbreite genutzt wird.

Bei Ikea gibt es mittlerweile fast eine Hand voll Systeme, mit denen man sich solch eine Schrankwand bauen kann. Metod, das sind Küchenschränke, die sich aber ebenfalls prima dafür eignen. Platsa, das neuste System. Bestå, Eket und auch aus dem Ivar Schrank habe ich schon Konstruktionen gesehen. Online gibt es für jedes System einen Planer, wo man recht schnell ein Gefühl bekommt, welches System für einen in Frage kommt. Für uns waren die Größen der Korpusse und der Preis ausschlaggebend, dass es das Platsa System wird.

Wäre es Pax, Bestå oder Metod geworden hätte ich sicherlich schöne Türen eines Fremdherstellers gewählt. Dazu aber bald mehr in einem gesonderten Blogpost.

Alternativ haben wir uns dazu entschieden mit Marion und Ralf von Stukenbrock Wohnwerkstatt zusammen zu arbeiten, damit die Lösung dennoch ordentlich ausschaut. Wir werden das Material besorgen und schon mal die Schränke aufbauen. Die zwei werden sich dann um die Hängung und um so Dinge, wie Heizungsverkleidung und Leisten kümmern, damit es auch nachher wie ein richtiger geschlossener Schrank ausschaut. Hier halte ich euch natürlich auf dem Laufenden.

Nun folgen ein paar Inspirationen, die ich im Netz gefunden habe. Sie veranschaulichen sehr gut, dass dies eine tolle Methode ist, viel Stauraum zu schaffen, ohne den Raum zu überladen

Egal ob über die gesamte Wand, mit Lücke, mit integriertem Regal, geschlossen, offen, mit Kuschelecke oder als Raumtrenner… die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt.

Schrankwandlösung im Kinderzimmer mit den Eket Schränken von Ikea; Foto: https://lovelymineblog.com/
Noch eine Stauraumlösung mit dem Eket System von Ikea; Foto: 2.har.website

Durch Farbe oder einen Materialmix wird aus dem Schrank ein abolutes Highlight.

Solche Stauraumwände lassen sich auch prima mit dem übrigen Mobiliar kombinieren und müssen nicht immer an der Eingangswand verschwinden. Diese Homeoffice Lösungen sind ein gutes Beispiel dafür.

Wir haben in unserem Zukünftigen Schlafzimmer nur eine Stellwand. Diese Lösungen werde ich definitiv im Hinterkopf behalten.

Foto: freshideen.com

Mir haben schon jetzt viele geschrieben, dass auch sie so eine Lösung zuhause umsetzen wollen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure fertigen Wände zeigt.

Macht es euch hübsch.

Anne

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2 Kommentare bei „Ungenutzte Flächen nutzen – Stauraumlösungen bis unter die Decke“

  1. Wunderbare Ideen, die mit viel Mühe, großer Begeisterung und noch mehr Sorgfalt ausgewählt wurden. Dankeschön dass Du uns wieder derart intensiv inspirierst. Ich darf mal vermuten, dass es Dir gut geht, weil Ihr mit der Rückkehr nach HH die für Euch passende Entscheidung getroffen habt.

  2. Danke für die tolle Inspiration! Ich freue mich schon auf Euer Endergebnis da ich gerade vor der gleichen Entscheidung stehe und überlege was ich mit meienr Tür/ Wand mache 🙂

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