Wer bin ich eigentlich und was mache ich hier? – Ein Danke an euch. Ein Reminder an mich.

Hallo ihr Lieben,

Kennt ihr das? Musik macht so viel mit einem. Man lacht, weint, tanzt und wird oft von vielen Emotionen ĂŒberrumpelt. Genau so erging es mir letzte Woche auf einem Konzert.

Ich erzĂ€hle euch das jetzt, weil ich anderen Mut machen möchte auch was zu riskieren und sich was zu trauen um sein Ziel zu erreichen. Ich bin ein Schisser und habe mich selten was getraut. Ihr habt mich dazu bewegt und jetzt möchte ich euch ein StĂŒck davon zurĂŒck geben. FĂŒr meinen Mut werde ich momentan fast jeden Tag belohnt. Ich bin in die SelbststĂ€ndigkeit gesprungen und lerne dadurch gerade selber erst, nur wer den Mund auf macht wird auch gehört. Ich stelle eine Frage und bekomme eine Antwort. Es ist eigentlich ganz einfach, aber kostet jedes mal aufs neue so viel Überwindung. Etwas, was ich nie gut konnte.

Also noch mal zurĂŒck zum Konzert. Da stand also eine hĂŒbsche Frau mit einer spitzen Figur, mit einer tollen speziellen Stimme und mit einer Gitarre in der Hand, die mir mal wieder dieses GefĂŒhl bescherte von, ich möchte auch einmal so sein wie ein Superstar. Einmal so bewundert werden und von so vielen Menschen bejubelt werden, weil man toll ist. Diese Gedanken habe ich irgendwie bei jedem Konzert, dass ich besuche. Ich weiß bescheuert, aber ist eben so.

Und dann kam nach einer Zeit des TrĂ€umens – ich als Superstar auf Tournee – das erste Mal dieser „Hej-Effekt“. Hej, irgendwie ist da in meinem Handy doch auch sowas, wo reale Menschen hinter stehen, die mir auch ein StĂŒck weit „zujubeln“ fĂŒr das was ich mache. Ich sitze tagtĂ€glich vor meinem Handy und lese eure lieben Worte und sehe eure Likes. Ich habe es mir nur nie als Applaus oder Jubel vorgestellt. Das Internet ist eben mit all seinen Möglichkeiten und seinem Einfluss, das es mit sich bringt dann doch auch so leise. Ich brauche nur den Knopf an der Seite meines iPhones zu drĂŒcken und da sitzt man wieder ungeschminkt, alleine eingekuschelt auf der Couch und ist so gar kein Superstar.

Da dachte ich mir, dass es mal an der Zeit ist euch ein besonderes Danke auszusprechen und mir persönlich einen ganz wichtigen Reminder zu setzen. Ihr schreibt so viele nette Kommentare unter meine Bilder und es ist wahnsinnig wie viele mir persönlich schreiben, sich fĂŒr die Inspiration bedanken und wie toll sie meine Arbeit finden. Es kribbelt bei jeder einzelnen dieser Nachrichten und ich denke mir „YES“! Es treibt mich wirklich an weiter zu machen, mich weiter zu entwickeln und in meinem Tun völlig aufzugehen.

Ich habe mich oft gefragt, was kann ich eigentlich so richtig gut? Mir fiel immer wieder bei meinen Freunden und Bekannten auf, dass die meisten irgendein Steckenpferd haben, dass sie auszeichnet, dass ihnen Spaß macht und fĂŒr dass ich sie immer beneidet habe. Ich war blind. Meine Freunde meinten ich soll was mit meiner Wohnung machen und ich dachte nur, mit meiner Wohnung? Was denn?

Was fĂŒr mich einfach nur mal ein Test war, zu sehen, ob es wirklich jemanden interessiert, wie wir so leben, verĂ€nderte mein Leben. Es ist zu viel mehr als nur ein weiterer Instagram Account geworden. Es hat mich dazu getrieben, meinen Job aufzugeben und mich selbststĂ€ndig zu machen. Es ergeben sich tolle Angebote bzgl. meiner SelbtstĂ€ndigkeit als Einrichtungsberaterin, ich lerne fantastische Leute kennen. Ich wurde mir in genau diesem Moment auf dem Konzert bewusst, dass auch ich jetzt mein Steckenpferd gefunden habe.

Lange habe ich gebraucht, mich zu ĂŒberwinden, meinen Namen in mein Profil bei Instagram einzutragen. Oft schĂ€me ich mich dafĂŒr, zu sagen, was ich mache und wie wir wohnen. Ich traue mich auch nur selten mich vor der Kamera zu zeigen. Mir fĂ€llt es schwer mich mit dieser Rolle zu identifizieren anstatt Stolz auf mich zu sein. Es ist alles irgendwie so surreal, weil eben keiner von euch persönlich vor mir steht und mir das persönlich ins Gesicht sagt. Und deshalb habe ich mir fest vorgenommen mir öfter bewusst zu machen, dass es ja dennoch real ist und werde versuchen Stolz zu sein, fĂŒr das was ich bis jetzt gemacht habe und Gesicht zu zeigen, anstatt mich immer ein StĂŒck weit zu verstecken.

Der Superstar rockt ja auch die BĂŒhne. Also alle ihr da draußen, ich danke euch, was ihr durch eure Likes und Worte bei mir verĂ€ndert habt und appelliere an jeden einfach mal auf sich Stolz zu sein und seine eigene persönliche BĂŒhne zu rocken, egal wie groß sie ist.

9 Kommentare bei „Wer bin ich eigentlich und was mache ich hier? – Ein Danke an euch. Ein Reminder an mich.“

  1. Wow! Applaus fĂŒr Dich Deinen Mut đŸ‘đŸ»đŸ‘đŸ» Ich finde es großartig, was Du fĂŒr Dich erkannt und erreicht hast und, dass Du es hier teilst! Sicherlich kannst Du damit viele andere Menschen auch motivieren! Liebe GrĂŒĂŸ Tini

    1. Ich danke dir sehr! Und heute auch Applaus fĂŒr dich und deine BĂŒhne!

  2. Hej lieber Schisser,
    oder heißt es Schisserin? Who knows, who cares, aber mach weiter so, denn das ist alles richtig, richtig gut und ich kann da nur meinen Hut ziehen. Nicht nur fĂŒr das Inhaltliche, sondern besonders fĂŒr Deinen Mut!
    lG

    1. Hej, ich danke dir sehr! Schön von dir zu lesen.

  3. Wow, toll, was du erreicht hast und danke fĂŒr deine Offenheit! Ganz liebe GrĂŒĂŸe, Frauke

    1. Vielen lieben Dank!

  4. Wichtig ist, dass du an das glaubst was du machst. Dass du mit Deinem Herz dahinter stehst und Deinen Traum nicht aufgibst, sondern jeden Tag freust, ihn verwirklichen zu können.
    Kneif‘ dich manchmal, denn ich finde du machst das echt gut!

    P.s: Habe gerade gesehen, dass Dein Blog noch gar nicht bei Hamburg.de eingetragen ist. Ich schreibe die gleich mal an… 🙂

  5. Dankeeeeeeeeeeeee *schmatz* LG Frauke

Schreibe einen Kommentar