Hauptsache wir – Ein Versuch das Stadtleben mit dem Landleben zu vergleichen.

8 Monate wohnen wir jetzt mittlerweile auf dem Land. 500km von unserer alten Heimat Hamburg. 11 Jahre lebte ich dort. Ich denke es waren die schönsten und prägendsten in meinem Leben und daher fiel bzw. fällt der Abschied besonders schwer. Ich lernte dort meinen Mann kennen, gründete mit ihm eine Familie und fand wundervolle Freunde. Ich habe mich dort selbstständig gemacht und war gerade beruflich total integriert. Jetzt erst, 8 Monate nach unserem Umzug, finalisiere ich einen Text, den ich bereits nach 5 Monaten begonnen hatte.

Man kann das Stadt- und Landleben nicht miteinander vergleichen. Es sind zwei komplett unterschiedliche Arten sein Leben zu führen.

Oft bekomme ich von euch Nachrichten, wie es uns als Familie hier geht. Viele stehen vor der Entscheidung und wissen nicht, was sie machen sollen.
Ständig habe ich diesen Text umgeschrieben. An schlechten Tagen war er mir zu positiv. An guten zu negativ. Hier zu wohnen bedeutet für mich ein absolutes Wechselbad der Gefühle.
Es gibt Tage an denen man das Haus, seinen Garten und die unmittelbare Nähe zum Wald und der Natur in vollen Zügen genießt. An denen man im Garten ist und sich wie im Urlaub fühlt. An denen man seine Kinder aus den Augen verliert, ohne gleich in Panik zu geraten. An denen man die Freiheit spürt, die die Ruhe und Weite mit sich bringt.
Aber auch Tage an denen man die leeren Straßen verflucht. An denen man abends, wenn der Mann von der Arbeit kommt, das erste Mal mit einem Erwachsenen spricht. Tage, an denen einem einfach die Decke auf den Kopf fällt und man alles in Frage stellt.
Es gibt Momente, in denen man glücklich ist und man sich vorstellt, wie schön es hier sein wird, wenn wir endlich einen normalen Alltag haben, wenn wir alle ganz angekommen sind, wenn wir regelmäßig unser Haus und den Garten mit Freunden füllen.
Und dann gibt es da diese Momente, in denen man am liebsten die Zeit zurück drehen möchte. In denen man seine Entscheidung bereut. In denen man so unendlich traurig und wütend zugleich ist. Solche Momente sind beispielsweise, wenn man seine Tochter nach 8 Monaten immer noch alleine auf dem Pausenhof stehen sieht, während alle schön miteinander spielen. Wenn man merkt, was beruflich anders oder gar besser laufen würde. Wenn man merkt, dass Freundschaften durch die Entfernung in die Brüche gehen. Wenn man einfach einsam ist.

Wir können endlich wir sein.

Was wir alle an diesem Haus am meisten lieben ist, dass wir wir sein können. So laut und launisch wie wir wollen. Laute Musik, bohren, trampeln, singen, schreien – egal wann. Mein Gott, war ich genervt von mir selber, dass ich ständig meine Kinder in ihrem Spiel ausbremsen musste. Es war Streitpunkt Nummer 1, dass die Kinder endlich mit dem Gerenne und Getrampel aufhören müssen, dass nicht noch ein 5. Mal die Wäschebütte auf den Boden knallen muss, dass der Elefant zwar trampelt, aber eben nicht bei uns in der Wohnung. Jetzt spielen sie einfach. Ich gehe nie in ihre Zimmer um sie zu ermahnen, sie können einfach Kind sein. Jetzt heißt es vielmehr in das Spiel mit einsteigen und gemeinsam durch das Haus als Amadeus und Sabrina traben und über Hindernisse zu springen.

All das ist so herrlich entspannend und befreiend im Alltag, dass es wirklich schwer fällt sich vorzustellen, seinen Kindern irgendwann ggf. wieder diese Art von Freiheit nehmen zu müssen.

Der Reitplatz unserer Tochter befindet sich inmitten von Apfelbäumen. Ruhe gibt es hier zu Genüge.

Ich vermisse die Stadt.

Für mich als Erwachsene ist es hingegen im Alltag oft sehr öde und ich tue mich schwer, hier mein eigenes Leben zu finden.
Wenn alle aus dem Haus sind, bleibt mir meist nicht viel Zeit zum Arbeiten. Das hat zum Glück ab nächste Woche ein Ende, denn dann haben wir einen Nachmittagsbetreuungsplatz für unsere Tochter. Ich denke erst erst jetzt kann ein normaler Alltag einkehren, den ich für mich ganz anders strukturieren kann. Ich plane ein oder zwei Arbeitstage pro Woche aus der Stadt zu arbeiten, dort meinen Ausgleich zu finden und die Ruhe und das Haus ganz anders genießen zu können.
Auf dem Land wohnen bedeutet für mich nämlich auch auf die kleinen Dinge zu verzichten, die ich in der Stadt so genossen habe. Mich auf der Straße von den Menschen und Geschäften inspirieren zu lassen. Es gibt keinen Blumenstrauß mehr vom Nachhauseweg. Nicht mal ein selbstgefüllter Adventskalender war dieses Weihnachten drinnen, weil es einfach nicht die Möglichkeit gibt, immer mal wieder nette Kleinigkeiten von unterwegs mitzunehmen, die nachher die Säckchen füllen – es gibt eben keine Geschäfte mit netten Kleinigkeiten. Das spontane, sich treiben lassen, los laufen, einen Kaffee trinken und irgendwann nach Hause kommen. Das gibt es hier nicht und fehlt mir sehr. Meine Freundin fragte mich neulich, ob es denn hier keinen Bus gibt. Doch „Endstation Altenheim“. Im Briefkasten liegt Post mit dem Titel „Finanzielle Sicherheit im Ruhestand“ und am Gartenzaun stehen oft die Damen mit ihrem Rollator und vorwitzen, wer denn in das Haus eingezogen ist. Sie interessiert auch nicht, dass wir da gerade als Familie zu Mittag essen, es wird einfach weiter gegafft. Resultat ist ein wahnsinnig hässlicher Zaun. Hauptsache mehr Privatsphäre.

Aktuell habe ich manchmal das Gefühl, dass ich mich noch nicht bereit fühle für dieses entschleunigte Leben. Dass ich mich sehr wohl gefühlt habe in dem Trubel, der Lautstärke und dem Chaos. Daher weiß ich, dass ich während der Woche öfter meinen Weg in die Stadt finden muss, um hier glücklich zu werden.

Die Frage, ob wir gut angekommen sind, können wir noch nicht beantworten. Denn noch haben wir keinen normal Alltag.

Die ersten 2,5 Monate war ich mit den Kindern alleine zuhause. Das genau während den Sommerferien, wo alle im Urlaub sind. Danach viele Wochen Schulunterricht nur bis 11.30 Uhr – beruflich kaum an mehr, als nur an ein paar Emails, zu denken.
Ich mache meinen Job einfach sehr gerne und hatte schon in Hamburg das Gefühl, dass ich keinem so richtig gerecht werde. Mein Kopf und mein Ideenblock sind voll von Projekten, die gerne umgesetzt werden möchten. Alles bleibt irgendwie liegen und ich schaffe gerade nur das Wichtigste. Versteht mich nicht falsch.

Ich liebe meine Kinder sehr. Aber ich brenne auch sehr für meinen Job, denn er ist mehr als nur Arbeit. Es ist mein Hobby – meine Leidenschaft und ich brauche ihn genauso, um ein glücklicher Mensch sein zu können, wie meine Familie.

Ich merke einfach, dass ich die Zeit mit meinen Kindern intensiver und ausgelassener verbringen kann, wenn ich nicht immer das Gefühl habe, wieder nur einen Bruchteil geschafft zu haben, während mein Kopf weiter an der To-do-Liste schreibt.

Weihnachtsbaumschlagen im Nachbarort.

Für ziemlich alles brauchen wir ein Auto. Das habe ich in Hamburg nur im Notfall benutzt. Gerade die Kinder fahren extrem ungern, was es nicht gerade leichter macht. Ich bin mit eine der einzigen Mütter, die ihre Tochter zu Fuß von der Schule abholt und nicht direkt nebenan wohnt. Wir haben nur den Firmenwagen meines Mannes. Daher sind wir oft sehr in unseren Möglichkeiten beschränkt. Alle anderen sind ständig unterwegs. Das Leben auf dem Land scheint so viel durchgetakteter. Heute ist der 21.01. Nach unzähligen Whatsapp Nachrichten haben wir endlich einen Termin für eine Verabredung mit unseren DIREKTEN Nachbarn gefunden – den 13.02. !

Es ist wahnsinnig schwer Anschluss zu knüpfen. Verabredungen sind kaum möglich, weil die Kinder hier jeden Nachmittag einen anderen festen Programmpunkt haben. Manche Kinder haben hier einen so vollen Terminkalender, dass ich mich manchmal frage, wo bleibt deren Kindheit? Zudem sind die Kinder in einem Alter, wo sich nur noch ohne die Erwachsenen getroffen wird. Wie soll man sich da näher kennen lernen? In Hamburg hat man sich spontan vor der Tür getroffen und ist einfach gemeinsam irgendwo hin. Das gibt es hier so gar nicht. Zu mehr als dem üblichen Smalltalk in der Garderobe, kommt es oft nicht. Jeder ist mit sich und seinem eigenen Freizeitstress beschäftigt und ich bin gestresst von dem Stress der anderen.

Auf der anderen Seite sind da wieder diese positiven Gefühle. Ausgelöst von der Tatsache, dass es für die Kinder schon toll ist so naturnah groß zu werden. Auch die „Nähe“ zu unseren Familien gibt mir Sicherheit. Das habe ich erst neulich gemerkt, als es meinem Vater über ein paar Tage nicht gut ging. Mich überkam so ein Gefühl und ich fuhr „mal eben“ in knapp 2 Std. zu ihm, um nach dem Rechten zu sehen. Eine Stunde nach meiner Ankunft waren wir in der Notaufnahme. Was hätte ich gemacht, wenn wir in HH gewesen wären? Da wäre ich wohl kaum mal eben, wegen einem Gefühl 600km zu ihm gefahren… Das Thema wird wohl auch in Zukunft nicht besser werden und von daher bin ich doch auch sehr dankbar, dass wir jetzt hier sind, wo wir sind.

Und wo wir beim Thema Familie sind. Das war ja mit der Hauptgrund, warum wir hier runter gezogen sind. Das halbe Jahr ohne meinen Mann in Hamburg, war einfach nicht das, was wir uns unter unserem Leben als Familie vorgestellt haben. Wir alle haben sehr gelitten und uns vermisst. Die Kinder am Meisten. Da war schnell klar, das müssen wir ändern, egal wie und wenn das bedeutet, dass wir all unsere Sachen packen und nachgehen. Hauptsache wir sind wieder zusammen!

Ich bin guter Hoffnung, dass ich mich für den jetzigen Zeitpunkt ganz gut mit der Situation arrangieren kann und ich weiß auch, dass es nicht für immer sein muss. Vielleicht machen wir die Grundschulzeit auf dem Land und dann, wenn „Taxi Mama“ gefragt ist, geht es für uns alle wieder in die Stadt. Vielleicht gewöhnen wir uns aber auch mit einem normalen Alltag an das Leben auf dem Land und lernen es zu lieben, sodass wir vielleicht sogar mal was Eigenes finden.

Und wenn ich dann doch mal wieder einen schlechten Tag habe, sage ich mir schnell ganz leise: Hauptsache wir sind wieder zusammen!

Die Zwei!!! Wie eng wir durch diesen Umzug zusammen gerückt sind! <3

Zwei Dinge nehme ich aus diesem Schritt auf jeden Fall mit: ein komplettes Landei werde ich wohl nie und das aller wichtigste: mein Mann und ich sind ein super Team. Durch den Umzug sind wir als Paar, aber auch die ganze Familie ein ganzes Stück enger zusammen gerückt.

Macht es euch schön,
Anne

12 Kommentare bei „Hauptsache wir – Ein Versuch das Stadtleben mit dem Landleben zu vergleichen.“

  1. Ein sehr schöner, weil ehrlicher Post. Ihr seid immer herzlich willkommen in der Stadt!

    1. <3 dann trinken wir aber mal einen zusammen ;)

  2. Liebe Anne,
    du schreibst mir aus der Seele. Genau so geht es mir nach 2 Jahren Landleben. Ich muss mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass ich vor dem Umzug aufs Land immer gesagt habe, dass wir in unserer Familienblase überall glücklich sein können. Und das ist wirklich so. Auch wir sind näher zusammengerückt als Paar und als Familie. Es ist auch schön zu wissen, dass man immer wieder gehen könnte und eure Gedanken, die (Grund)schulzeit abzuwarten und dann mal zu schauen, haben auch wir.
    Ich wünsche dir alles Liebe und: der Frühling und der Sommer werden uns wieder bewusst werden lassen, wie schön ein eigener Garten ist.:-)
    Liebe Grüße an dich!

    1. Liebe Frieda, danke dir für deine Nachricht. Ja, ich denke auch, dass die Worte im Sommer sicherlich anders ausgefallen wären. Die Tage haben wir schon sehr genossen hier. Wir werden abwarten, was die Zukunft bringt. Liebe Grüße zurück, Anne

  3. … ich finde es sehr schön, wie ehrlich Du mit Deinen Lesern, aber vor allem mit Dir selber bist. Ich kann all Dein Geschriebenes sehr gut nachvollziehen & weiß wie es Dir geht. Hamburg ist natürlich eine unglaubliche Stadt und vermutlich kein guter Vergleichspartner. Vielleicht ist das auch der Grund – vergleichen ist schwierig, wobei Du ja bei allen Parteien fair bleibst….

    Euer Haus ist wunderschön geworden und der Garten ein Traum. Vielleicht kannst Du Dir für die Zukunft das BESTE für Dich und Deine Familie wünschen ohne Stadt und Land zu vergleichen. …

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Dich auch persönlich langsam einlebst & Deine Kinder Anschluss finden. … alles GUTE für EUCH!

    1. Danke für deinen Zuspruch. Ja, ich denke irgendwann muss der Punkt kommen, wo man aufhört zu vergleichen. Wo man anfängt nach vorne zu schauen und sich eben sein Leben so gestaltet, wie es einem gefällt und gut tut. Dir auch alles Gute. Anne

  4. Hallo Anne, ja wenn ich das lese war es genau so bei uns. Wir sind 2004 von Schwaben nach HH und 2017 zurück ins Schwabenland gezogen. Erstmal bis wir im Norden angekommen waren hat es 1,5 Jahre gedauert. Alles fremd, keine Familie außer wir
    drei, keine Freunde und mein Mann ging zur Arbeit und unsere Tochter in die 2. Klasse. Ich war einsam und traurig. Aber es wurde besser bzw. richtig gut und als wir(ohne unsere Tochter die inzwischen 20 Jahre alt war) 2017 in die ursprüngliche Heimat zurückgezogen sind ging es mir wieder schlecht obwohl ich alles hier kenne und uns alte Freunde und unsere Familien erhalten geblieben sind. Ich hab zwei Heimaten … HH und Esslingen bei Stuttgart. Es dauert alles sehr lange egal wohin es dich verschlägt. Und ich bin sicher das du neue tolle Bekanntschaften machen wirst. Keiner dort kann wissen das ihr einsam seid. Mein Tipp, mach etwas wie zum Beispiel in den Sportverein eintreten. Du wirst sehen es wird … aber es dauert einfach seine Zeit. Und wenn alles nix ist dann geht ihr halt irgendwann zurück nach Hamburg. So denke ich auch obwohl ich schon 2,5 Jahre wieder im Süden lebe. Liebe Grüße Sabine

    1. Liebe Sabine, danke dir! Wir werden unser bestes geben ;). Alles Gute für dich. Anne

    2. Liebe Anne,
      mich haben deine Worte sehr berührt, so sehr, dass ich mein Mitgefühl mitteilen möchte. Du hast das, was bestimmt schon so viele Menschen durch die hohen Anforderungen des modernen mobilen Lebens erlebt haben, unglaublich gut in Worten ausgedrückt. Ich kann deine Gedanken absolut nachvollziehen. Ich könnte Dir auch meine Geschichte erzählen, als ich vor 21 Jahren wegen der Arbeit meines Mannes mit kleinem Baby von Berlin – Kreuzberg in eine schwäbische Kleinstadt gezogen bin. Meine Geschichte ist deiner sehr ähnlich, obwohl zwei Jahrzehnte dazwischen liegen. Ich habe unglaublich lange meiner verlohrenen Heimat Berlin nachgetrauert, habe lange Herzklopfen vor Freude bekommen, wenn ich mich nach langen Autobahnfahrten Berlin genähert habe, war lange auf der Suche nach einem klitzekleinen Berlin in der neuen Heimat. Gleichzeitig habe ich in der neuen Heimat die Luft, den Geruch und den grenzenlose Blick der Natur genossen. Es kamen zu den lieben Menschen, die in Berlin geblieben sind, neue liebe Menschen dazu und eine interessante Arbeit, ein zweites Kind. Ich habe mich manchmal zerissen gefühlt, als wenn zwei Pole in meinem Herzen gegeneinander kämpfen würden, einmal die multikulturellen Städterin gegen die Naturliebhaberin. Ich hatte immer das Gefühl, mich entscheiden zu müssen bis ich versucht habe, beides miteinander zu vereinbaren. Ich bin weder nur das „Eine“, noch das „Andere“, sondern sowohl die Städterin als auch die Naturliebhaberin. Es bleibt die Liebe zur Stadt, das Bunte, die Vielfalt, das Verückte, das kleine Berlin in meinem Herzen und gleichzeit genieße ich die Weite der Natur, manchmal sogar das Kleinkarierte, das Überschaubare der Kleinstadt. Ich versuche meinem Gefühl zu folgen und wenn die Sehnsucht nach Großstadtluft so riesig ist, fahre ich einfach los, nach Berlin, München, Stuttgart…Nachdem meine Kinder eine wunderschöne Kindheit auf dem Land erlebt haben, zieht es sie jetzt auch in die Stadt, in die große weite Welt und nach Berlin…
      Ich wünsche dir alles Gute in deiner neue Heimat und, dass es dir immer gelingt, deine Sehnsüchte miteinander zu vereinbaren und deinem Gefühl zu folgen.
      Liebe Grüße, Simone

      1. Liebe Simone,
        ach, danke für diese Worte. Ja, vielleicht müssen wir genau das verstehen und lernen. Ich bin sehr gespannt und weiß nicht so richtig wo man hindenken soll.
        Aber ich bin sicher, dass wir auch das schaffen. Die Zukunft wird etwas für uns bereit halten und ich bin sicher, dass das gut wird :). Alles liebe für dich, Anne

  5. Liebe Anne, ich verstehe Deine Gefühle sehr gut. Auch wir haben mal ein Haus aus dem Land gekauft und nach vier Jahren wieder verkauft. 🙂 Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten Besuch des einzigen Cafes am Platze zu der Zeit…und den verdutzten Blick der Kellnerin, als ich fragte, wo denn die Zeitungen sind. Ganz zu schweigen, dass ich in den vier Jahren niemals jemanden gesehen habe, der noch alleine mit seinem aufgeklappten Notebook da war. Wir sind nach den 4 Jahren dann nicht zurück in unsere „eigene“ Stadt, sondern nach Hamburg gezogen. DAs war auch gut so, weil es viel mehr eine echte Weiterentwicklung für uns alle war. Erst war die Euporie groß, aber irgendwann fehlte etwas. Ich konnte hier nicht mehr reiten (weil der nächste akzeptable Stall irgendwie 45 MInuten Autofahrt weg ist), wir schauten hier nie weit und hatten keinen Garten mehr. Deswegen haben wir uns einen „Hybrid“ gebaut…und verbringen seit dem 3 von 4 Wochenende an der Nordsee auf einem kleinen Hof mitten im Nichts. Das ist unsere Lösung gewesen und wir finden sie alle drei perfekt. Du wirst Deine Lösung bestimmt auch noch finden. Frankfurt hat sicher tolle Co Working Spaces und eine Szene mit Bloggern, die sich freuen, Dich kennenzulernen. Ihr findet Eure Stadt-Land Kombination sicher noch… Und vielleicht ist diese auch in jeder Lebensphase verschieden. Viele Grüße! Wir kommen mal vorbei und ich muss dringend mal so ein Moselsecco in Deiner Gartenlaube trinken. 🙂 S.

    1. Hej meine Liebe, schön von dir zu lesen!
      Danke für deine lieben Worte und ich bin gespannt, wie sich alles weiter entwickelt. Wir freuen uns auf euren Besuch und der Moselsecco wird sofort geordert, der ist nämlich leer ;).
      Grüß alle lieb <3, Anne +3

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